archiv (definitiv)
Hallo,
ich habe im Dezember 4 kleine Töpfe mit Amaryllis-Zwiebeln gekauft, aus denen jeweils schon der Blütenansatz hervorschaute, aber keine Blätter (abgeschnitten?). Jedenfalls haben sie alle auf langen Stilen einfach wunderschöne große (!) Blüten entwickelt, mitunter mehrere an einem Stil, 2 entwickelten auch 2 Blütenstile.
Jetzt ist die letzte verblüht, die Stile habe ich abgeschnitten, und es entstehen Blätterl
Meine Frage: Besteht die Chance, dass ich sie wieder in dieser Pracht zum Blühen bekomme (bei den großzwiebligen Pflanzen gelingt mir das), wenn ich sie genauso behandele (düngen, gießen, ab August Gießen einstellen usw.)?
Weil eben die Zwiebeln noch so klein sind … Oder ist das eine neue Züchtung?
Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar!
Herzlichen Gruß
Giro
was das ausbilden von blüte und blättern betrifft, sie unterscheidetet sich dies von amaryllis zu amaryllis und jahr zu jahr. im letzten jahr zeigte mein hippeastrum erst ein paar blattspitzen, dann erschien der blütenstängel. heuer sind noch garkeine blätter zu erkennen, die blüte ist aber bereits am aufgehen.
es existieren tatsächlich kleinbleibende züchtungen, die können sie also pflegen wie ihre grossen. hatte selbst mal so eine kleine (amaryllis lovely garden). wie gross die zwiebeln werden können, kann ich jedoch nicht beurteilen, da ich sie nach einer saison verschenkt habe (der notorische platzmangel von zimmerpflanzensüchtigen).
Vor einigen tagen habe ich eine hyazinthen-knolle aus der erde geholt, bei der sich schon die ersten blätter zeigen. ich habe sie auf ein glas gesetzt. im glas befindet sich seramis und wasser. wenn in nun die hyazinthe im glas belasse und sie blüht, würde sie im nächsten jahr wieder blühen, auch wenn ich sie später in diesem jahr wieder in erde setze ?
lothar
nach meinen erfahrungen sind hyazinthen sehr robust, was das wiederblühen angeht. ich habe vor ein paar jahren mal so ein dekokörbchen, mit viel moos und hyazinthen darin geschenkt bekommen. dies wanderte, nachdem die blätter vertrocknet waren, in meine rumpelkammer, um darauf von mir vergessen zu werden. per zufall kam die erinnerung daran im nächsten frühjahr zurück. die hyazinthen hatten, ganz ohne wassergabe und nix, bereits ausgetrieben und anschliessend geblüht. allerdiedings waren die blüten nicht ganz so prächtig wie im jahr zuvor.
wichtig scheint nur zu sein, dass die hyazinthe ihre vegetationsperiode zu ende bringen und während dieser zeit nährstoffe in die zwiebel einlagern kann.
die antwort zu ihrer amaryllisfrage gibts nächste woche, sie müssen sie nicht also noch ein drittes mal stellen :-)
gegen alle regeln der kunst habe ich mal versucht, hyazinthen (hyacinthus) im hellen und geheizten wohnzimmer austreiben zu lassen. kaufsüchtig wie ich nun mal bin, habe ich die hyazinthen-zwiebeln nämlich zentnerweise erworben. und siehe da, es hat funktioniert. platziert waren die hyazinthen direkt über der heizung und nach guten vier wochen sind sie nun fleissigst am blühen. die dunkel und kühl platzierten sind dagegen erst beim ausbilden der blütenstände. sie wurden übrigens drei wochen vor den “warmen” aus dem kühlschrank entlassen.
die restlichen hyazinthen-zwiebeln werden jetzt erstmal im kühlschrank belassen, die dürfen dann im sommer austreiben, mal sehen wie belastbar sie sind …
die anzucht meiner frühblüher schreitet gut voran, nun zeigen sich auch die ersten triebe bei den narzissen (narcissus pseudonarcissus), umgangssprachlich auch als osterglocken bekannt. von fünf ausgepflanzten zwiebeln scheint lediglich eine nichts zu werden (links). nach einer ca. achtwöchigen stratifizierung im kühlschrank habe ich sie am 15.11. eingetopft. ihre triebe sind mittlerweile fünf zentimeter lang.
der standort für die anzucht der narzissen, ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen zwischen 10 und 17 grad. mit blüten zum weihnachtsfest rechne ich allerdiedings nicht.
nach einer ca. 2,5 monatigen ruhezeit war es heute soweit, die zwiebel der amaryllis (hippeastrum) wurde eingepflanzt. ruhen durfte sie ausgetopft, dunkel und kühl, bei temperaturen zwischen 10 und 15 grad.
zuerst habe ich vertrocknetes entfernt, da die wurzeln aber noch saft hatten, durften sie an der amayrllis-zwiebel bleiben. die pflanztiefe sollte ca. ein bis zwei drittel der zwiebelhöhe betragen, bei mir kam sie zu einem drittel unter die erde.
was das angiessen betrifft, so existieren verschiedene theorien. eine besagt, man solle den topf erst für ein paar tage ins warme stellen und dann angiessen. ich habe jedoch mit der variante “durchdringend giessen und warten bis sich die blütenknospe zeigt” gute erfahrungen gemacht. so bin auch hier vorgegangen. die amaryllis im glas durfte erst ein paar tage ungeglast und trocken im wohnzimmer verbringen.
sobald sich ein blütentrieb zeigt, gehts los mit dem giessen, die wassergaben werde ich langsam erhöhen. platziert wird die amaryllis hell, aber ohne mittagssonne, bei zimmertemperatur. mit der gabe von dünger beginne ich nach dem verblühen. in sachen blütenfarbe ähnelt meine übrigens diesem schönen exemplar –>
meine ersten amaryllis habe ich übrigens 1996 erworben, damals noch unwissend was ich da pflege. im ersten jahr durften sie in einem blumenkasten in der dachrinne übersommern, bis ein brief von der hausverwaltung einging. aus platzmangel wurden sie nun in den keller verbannt und im frühjahr drauf reaktiviert. die haben dann geblüht bis der balkonkasten kracht, eine zwiebel brachte sogar sechs blütenstängel hervor. diese pracht ist mir leider niemals nicht mehr widerfahren.
nach einer ca. achtwöchigen stratifizierungszeit im gemüsefach des kühlschranks, bin ich derzeit dabei die zwiebeln meiner diversen frühblüher einzutopfen. bei der kornlilie (ixia) scheint es sich um eine relativ schnell wachsende pflanze zu handeln. sie ist erst seit vier tagen in der erde, platziert an einem hellen standort, bei ca. 13 bis 15 grad und zeigt schon fünf zentimeter lange triebe.
die blütezeit der kornlilie wird mit juni bis august angegeben. da fragt man sich doch, warum diese pflanze als frühblüher gehandelt wird. bin mal gespannt, ob und wann sie bei mir blüht.
kornlilien werden ca. 30 zentimeter hoch und ihre blüten erinnern mich ein klein wenig an die der cymbidium-orchidee. der standort sollte sonnig und hell sein.

wie auch die hyazinthe, kann man die amaryllis im glas kultivieren, es gibt hierfür spezielle gläser. normalerweise halte ich von derlei gedöns nicht viel, nachdem ich das glas aber geschenkt bekommen habe und im discounter um die ecke derzeit die amaryllis-zwiebeln verramscht werden, wollte ich es einmal versuchen.
die wurzeln habe ich gekappt und das glas mit wasser so befüllt, das es die zwiebel nicht berührt.
wie es mit der amaryllis nach der blüte weiter geht, bin ich mir noch nicht wirklich sicher. interessant wäre es ja zu sehen, ob sie im glas, mit nährstoffen durch hydro-dünger versorgt, die nötige kraft tanken kann um im nächsten jahr erneut zu blühen.
nach einem blattreichen sommer befindet sich meine amaryllis (hippeastrum) nun in der ruhephase. da ich ende september dringendst einen topf benötigte, jedoch zum gang in den nächsten baumarkt zu faul war, habe ich beschlossen es in diesem jahr mal auf die “harte” tour zu versuchen. die jahre zuvor durfte die amayrillis nämlich immer in ihrem angestammten topf zur ruhe kommen.
seit september liegt sie nun auf dem dachboden und bietet einen eher traurigen anblick. die blätter sind fast komplett vertrocknet, die wurzeln hingegen scheinen noch saft zu haben. eingetopft und zu hoffentlich neuer blüte erweckt wird die amaryllis mitte dezember.
