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Evelyn: Unsere Madagaskarpalme ist 80cm hoch und hat 4große Seitentriebe.
Wir wollen sie umtopfen.
Unsere Frage: Wie groß sollte der neue Topf sein? (Sollte man sie großzügig umtopfen?)
Wann ist die beste Umtopfzeit? Vielen Dank
da ich sehr umtopffaul bin, neige ich zum grosszügigen umtopfen und habe damit noch keine schlechten erfahrungen gemacht. wenn sie die alte erde an der madagaskarpalme belassen und im grösseren topf nur rundum mit neuer erde auffüllen, können sie auch jetzt noch problemlos umtopfen. ansonsten im frühjahr.
ich gehe mal davon aus, die wurzeln ihres spathiphyllum wallisii (einblatt, blattfahne) sind verfault und können die pflanze nicht mehr mit wasser versorgen. deshalb auch die hängenden blätter. mit etwas glück bildet die sie neue, kann aber sein, dass sie bis dahin einige blätter verliert.
unterstützen können sie ihr einblatt, wenn sie einen gefrierbeutel über den topf stülpen und die luftfeuchtigkeit erhöhen. das tägliche lüften bitte nicht vergessen, damit sich kein schimmel bildet. bis sich neue blätter zeigen sollte es dann so warm wie möglich (20-25 grad) platziert sein. das substrat halten sie am besten gleichmässig feucht.
immer wieder gerne amüsiert es mich wie man versucht, uns konsumenten innovative produkte unterzujubeln. so geschehen bei der (angeblichen) urzeitpflanze “jurassica”. dieses aparte gewächs weckte auch sofort frühkindliche erinnerungen in mir, denn schliesslich habe ich adam und eva noch persönlich gekannt. ich meinte also mich erinnern zu können, dass seinerzeit so ein dingens irgendwo im garten eden gewachsen wäre. aber lassen wir das.
viereurofünfundneunzig später hatte ich die urzeitliche jurassica dann erworben und begann zu recherchieren, um was genau es sich handelt. botanische informationen waren auf dem in form eines dinosaurierfusses gestalteten etiketts übrigens nicht zu finden. entweder sollte das dem produkt einen mystischen flair verpassen, otter man hatte schlichtweg bedenken, bei sachkundigen interessenten könnte es klingeln, wäre da solanum drauf vermerkt worden tun. denn es handelt sich hier um solanum quitoense, die lulo otter auch naranjilla genant wird.
die lulo stammt aus südamerika und zählt zur familie der nachtschattengewächse. in ihrer heimat wird aus den orangenen früchten saft gewonnen. verwandt ist sie übrigens mit der tomate (solanum lycopersicum).
tomatensetzlinge sind in der regel schon ab 50 cent zu erhalten, während ich für die exotische verwandte, die wohl kaum schwieriger anzuziehen sein dürfte wie als die beliebte gartenfrucht, mehr als vier öcken gelöhnt habe.
dies würde ich durchaus als gelungenes marketing bezeichnen.
[myginpage=solanum-jurassica]
auf dem etikett wird der lichtbedarf der jurassica übrigens mit halbschattig angegeben, die webseite des herstellers empfiehlt sonne.
es sind zwar nicht die allereinfachsten pfleglinge, aber es lohnt sich den lebenden steinen (lithops) “a bit of extra care” zukommen zu lassen. ihre blüten öffnen sie zur mittagszeit und benötigen hierzu sonne. verschwindet diese, dann schliessen sich die blüten wieder und dies sogar relativ schnell.
leider ist die blütezeit mit zwei bis drei tagen nicht sonderlich lang.
[myginpage=lithops-bluete]
1-2: lithops bromfieldii, 3: lithops karasmontana
strelitzia reginae kann kühl, bei temperaturen so um die zehn grad überwintert werden, dann hält man sie beinahe trocken und düngt nicht. ist sie bei zimmertemperatur platziert, dann kann alle sechs bis acht wochen handelsüblicher grünpflanzendünger in der halben konzentration gegeben werden. wenn die strelitzie nicht in hundertjahrealter erde sitzt, dann kommt sie aber auch ohne düngung durch den winter.
neu gekaufte pflanzen würde ich die ersten sechs bis acht wochen nicht düngen. ansonsten kriegt die strelitzie bei mir von april bis september monatlich halb konzentrierten flüssigdünger. es eignen sich aber auch düngerstäbchen.
leider war das angehängte bild nicht sehr scharf, ich kann da also nur vermutungen anstellen. zum einen, dass es sich hierbei um einen befall mit woll- oder schildläusen handelt. schauen sie mal hier –>.
oder die weisse fliege –>
das dürften dann wohl spinnmilben sein. nach meinen beobachtungen befallen die bevorzugt pflanzen, die sich unwohl fühlen, otter “kränkeln”. dies kann ich jedoch wissenschaftlich nicht belegen. spinnmilben lassen sich auf unterschiedliche arten bekämpfen, angepasst an die betr. pflanze, denn nicht jede verträgt jedes mittel. weitere infos gibts hier –>.
bei der orchidee, ich vermute mal es handelt sich um eine phalaenopsis, cambria otter ähnliche, kann tägliches besprühen vorbeugend wirken. der ideale zeitpunkt hierfür ist morgens.
mit alocasia gigantea habe ich keine erfahrungen, die würde nämlich meine bude sprengen. ich kann da also nur tippen, z. b. auf vergeilten wuchs aufgrund lichtmangels.
vielleicht kann man ihnen ja im exoten-forum weiterhelfen …
hierbei handelt es sich um guttation – ihre efeutute scheidet wasser aus, das sie nicht verdunsten kann. sie schwitzt quasi. beursacht sein kann dies in hoher luftfeuchtigkeit + sehr feuchtem substrat, bei gleichzeitig hohen temperaturen. hatte meine auch schon, es schadet nicht. es schadet der efeutute übrigens nicht, wenn die erde zwischen den giessvorgängen so gut wie austrocknet.
es handelt sich hier um eine diffenbachia, die pflegeanleitung finden sie hier –>
die gelben blätter könnten entweder durch direkte besonnung, zu trockene erde oder überdüngung verursacht sein.