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nach einer ca. 2,5 monatigen ruhezeit war es heute soweit, die zwiebel der amaryllis (hippeastrum) wurde eingepflanzt. ruhen durfte sie ausgetopft, dunkel und kühl, bei temperaturen zwischen 10 und 15 grad.
zuerst habe ich vertrocknetes entfernt, da die wurzeln aber noch saft hatten, durften sie an der amayrllis-zwiebel bleiben. die pflanztiefe sollte ca. ein bis zwei drittel der zwiebelhöhe betragen, bei mir kam sie zu einem drittel unter die erde.
was das angiessen betrifft, so existieren verschiedene theorien. eine besagt, man solle den topf erst für ein paar tage ins warme stellen und dann angiessen. ich habe jedoch mit der variante “durchdringend giessen und warten bis sich die blütenknospe zeigt” gute erfahrungen gemacht. so bin auch hier vorgegangen. die amaryllis im glas durfte erst ein paar tage ungeglast und trocken im wohnzimmer verbringen.
sobald sich ein blütentrieb zeigt, gehts los mit dem giessen, die wassergaben werde ich langsam erhöhen. platziert wird die amaryllis hell, aber ohne mittagssonne, bei zimmertemperatur. mit der gabe von dünger beginne ich nach dem verblühen. in sachen blütenfarbe ähnelt meine übrigens diesem schönen exemplar –>
meine ersten amaryllis habe ich übrigens 1996 erworben, damals noch unwissend was ich da pflege. im ersten jahr durften sie in einem blumenkasten in der dachrinne übersommern, bis ein brief von der hausverwaltung einging. aus platzmangel wurden sie nun in den keller verbannt und im frühjahr drauf reaktiviert. die haben dann geblüht bis der balkonkasten kracht, eine zwiebel brachte sogar sechs blütenstängel hervor. diese pracht ist mir leider niemals nicht mehr widerfahren.
unter dem titel “park planters” vertreibt science & sons edle übertöpfe, verziert mit parkszenen. der reiz dieser übertöpfe liegt nicht nur im schlichten und eleganten design, sondern viel mehr in der nachstellung der nicht immer jugendfreien parkszenen – blasemann und söhne sag ich da nur. mit solch einem teil könnte ich durchaus einige meiner freund”innen” beglücken, aber leider sind sie derzeit vergriffen.
um ihre blüten auszubilden, benötigen einige zimmerpflanzen eine phase mit verkürzter lichtzufuhr von max. 10 bis 12 stunden, wie sie bei uns in den wintermonaten vorherrscht. stehen diese pflanzen jedoch im beleuchteten wohnzimmer, bzw. will man sie zu einem bestimmten zeitpunkt erblühen lassen, dann sollten sie abdunkelt werden. dies kann durch das überstülpen eines schwarzen eimers aus dem baumarkt otter auch eines kartons geschehen.
bei grösseren und ausladenden zimmerpflanzen ist das nicht immer ganz einfach. so habe ich auch schon das gittergehäuse eines ausgedienten vogelkäfigs mit schwarzen mülltüten eingehüllt.
die bekannteste kurztagespflanze ist wohl der weihnachtsstern. aber auch bei einigen blattkakteen wie z. b. dem weihnachtskaktus scheinen kürzere tage förderlich auf die blütenbildung zu wirken. die korbmarante (calathea) ist ebenfall mit von der partie.

aus platzgründen wird mein weihnachtsstern in diesem jahr nicht abgedunkelt, ausserdem ist er noch neben den bis ca. 21 uhr beleuchteten sansevierien platziert. er bildet zwar vereinzelt rötlich gefärbte blätter, von der eigentlichen blüten ist allerdiedings weit und breit nichts zu sehen. dies werde ich jedoch im frühjahr nachholen, sobald die anderen pflanzen wieder im garten otter auf dem balkon sind.
nach einer ca. achtwöchigen stratifizierungszeit im gemüsefach des kühlschranks, bin ich derzeit dabei die zwiebeln meiner diversen frühblüher einzutopfen. bei der kornlilie (ixia) scheint es sich um eine relativ schnell wachsende pflanze zu handeln. sie ist erst seit vier tagen in der erde, platziert an einem hellen standort, bei ca. 13 bis 15 grad und zeigt schon fünf zentimeter lange triebe.
die blütezeit der kornlilie wird mit juni bis august angegeben. da fragt man sich doch, warum diese pflanze als frühblüher gehandelt wird. bin mal gespannt, ob und wann sie bei mir blüht.
kornlilien werden ca. 30 zentimeter hoch und ihre blüten erinnern mich ein klein wenig an die der cymbidium-orchidee. der standort sollte sonnig und hell sein.

der schnellste und einfachste weg einen ficus zu vermehren, besteht durch stecklinge. sie lassen sich jedoch auch problemlos aus samen anziehen. dies funktioniert sogar mit im handel erhältlichen speisefeigen (ficus carica). ob diese echte feige dann allerdiedings winterhart ist, wage ich zu bezweifeln, denn schliesslich stammen die feigen ja gerne aus der türkei otter sonstwoher.
die keimzeit beträgt teilweise nur wenige tage (ficus carica, ficus religiosa) und auch das wachstum schreitet schnell voran. nur ficus racemosa lässt sich etwas mehr zeit, auch was das wachstum betrifft. vor drei tagen habe ich noch eine portion ficus pumila (kletterfeige) ausgesäat, hier tut sich noch nichts.
die samen sind mit ca. einem millimeter sehr winzig, was die aussaat etwas erschwert. meiner eher grobmotorigen natur folgend, habe ich sie dann einfach auf den topf gekippt, was mir beim pikieren von ficus religiosa dann viel freude bereiten wird, denn hier sind so gut wie alle samen aufgegangen.
die besten ergebnisse habe ich erzielt, wenn ich die ficus-samen nur auf das anzuchtsubstrat gelegt habe. ich verwende hierzu immer handelsübliche kakteenerde. bis zur keimung waren sie im beheizten zimmergewächshaus, bei temperaturen ganztägig ca. 23 grad. aufgrund der winterlichen lichtverhältnisse habe ich sie jetzt im anzucht-aquarium untergebracht.

ca. acht wochen alte jungpflanzen der echten feige (ficus carica).

ficus religiosa wird umgangssprachlich auch als buddhabaum bezeichnet.

keimlinge ficus racemosa – viel mehr getan hat sich bei den pflänzchen bis heute nicht.
wie auch die hyazinthe, kann man die amaryllis im glas kultivieren, es gibt hierfür spezielle gläser. normalerweise halte ich von derlei gedöns nicht viel, nachdem ich das glas aber geschenkt bekommen habe und im discounter um die ecke derzeit die amaryllis-zwiebeln verramscht werden, wollte ich es einmal versuchen.
die wurzeln habe ich gekappt und das glas mit wasser so befüllt, das es die zwiebel nicht berührt.
wie es mit der amaryllis nach der blüte weiter geht, bin ich mir noch nicht wirklich sicher. interessant wäre es ja zu sehen, ob sie im glas, mit nährstoffen durch hydro-dünger versorgt, die nötige kraft tanken kann um im nächsten jahr erneut zu blühen.
einen teil meiner epiphytischen blattkakteen (epiphyllum, rhipsalis, schlumbergera) habe ich selbst gezogen, bzw. sie sind derzeit am austreiben. die stecklinge erwerbe ich zum teil bei züchtern, über 321-meins oder ich mopse mir welche bei passenden otter unpassenden gelegenheiten. so geschehen, als im letzten jahr mir unbekannte nachbarn ihren epiphyllum zum überwintern im treppenhaus platzierten.
von einigen arten sind selbst bei den züchtern nur stecklinge zu erhalten. die anzucht gestaltet sich in der regel problemlos, vorgehen kann man wie beim weihnachtskaktus beschrieben. die hier abgebildeten, zwei osterkakten (hatiora “auriga”, hatiora rosea) und der korallenkaktus (rhipsalis goebeliana) stammen von einem niederländischen züchter und ich hatte das glück zum teil bewurzelte stecklinge zu ergattern.
v. l. n. r.: hatiora “auriga”, hatiora rosea, rhipsalis goebeliana
der auriga wird dann hoffentlich einmal orange blühen, h. rosea in zartem rosa und der rhipsalis-steckling wurde bereits mit blütenansätzen geliefert.
aufgrund der winterlichen lichtverhältnisse und temperaturen, verwende ich zur anzucht ein ausgedientes aquarium. hier finden die jungen kakteen tagestemperaturen von ca. 23 grad, diese fallen nachts ab auf ca. 18 grad. zum aklimatisieren dürfen auch die bewurzelten stecklinge noch für ein paar wochen darin platz nehmen.
damit der weihnachtskaktus (schlumbergera) blüten ausbildet, benötigt er für einige zeit etwas kühlere temperaturen und weniger wasser. auch eine kurztagesperiode kann hilfreich sein. wie das funktioniert, habe ich hier beschrieben.
die hier gezeigten bilder stammen jedoch von einem frisch gekauften exemplar. habe nämlich meiner herz- und busenfreundin von schrebrgarten.de ihren ca. fünf jahre alten weissen abgeschwatzt und sie mit dem kleinen entschädigt.
mein weihnachtskaktus-neuzugang war übrigens noch bis letzte woche im garten platziert. trotz der teilweise recht kühlen temperaturen scheint er keine schäden davongetragen zu haben. zur belohnung gabs erstmal eine portion neue epiphyten-erde, jetzt darf sich noch bis januar im wohnzimmer “erholen”. dann wandert er ins helle und kühle treppenhaus, damit da in sachen blüte auch was geht.
derzeit fleissig am blühen sind die odontoglossum margarethe holm sowie die cambria. bei der cambria handelt es sich um eine mehrgattungs-hybride.

odontoglossum margarethe holm

gepflegt werden kann die cambria wie die colmanara wildcat.
um die dendrobium nobile zur blüte anzuregen, benötigt sie eine ruhezeit mit reduzierten wassergaben, bei temperaturen zwischen 10 und 18 grad. im letzten winter hat dies im wohnzimmer hervorragend geklappt. in diesem jahr jedoch, zeigten sich bereits während des sommers blütenansätze, diese waren allerdiedings bereits nach zwei wochen eingetrocknet. aus diesem grund habe ich die orchidee mitte oktober ins kühle treppenhaus (+/- 15 grad) verfrachtet. das giessen habe ich auf einen zwei-wochen-rhythmus reduziert und das sprühen fast komplett eingestellt.

an zwei trieben zeigen sich nun je zwei blütenansätze. mit dendrobium jenkinsii verfahre ich derzeit ebenso.